AGGE Aktuell
13.10.2015

Mangelernährung ist weiblich

Brot für die Welt-Report


   

Frauen hungern anders

Geschlechtergerechtigkeit hilft gegen Stillen Hunger

   

Einleitung

Die Zahlen sind bestürzend: Mehr als zwei Milliarden Menschen, Frauen und Männer, Mädchen und Jungen leiden weltweit an Mangelernährung, auch als „Stiller Hunger“ bezeichnet. Weil sie fast ausschließlich Nahrungsmittel wie Mais, Maniok und polierten Reis essen, aber viel zu wenig Obst, Gemüse und tierische Nahrungsmittel, fehlt es den Betroffenen fortwährend an bestimmten essentiellen Mikronährstoffen wie Eisen, Jod und Vitamin A. Mangelernährung beeinträchtigt die Gesundheit und beraubt viele Menschen einer selbstbestimmten Zukunft.

Jeder zwölfte Mensch ist ein mangelernährter Mann oder Junge, jeder fünfte Mensch weltweit ist eine mangelernährte Frau oder ein Mädchen. Das bedeutet: Frauen und Mädchen sind vom Stillen Hunger in besonderer Weise betroffen. Um ihren arbeitsreichen Alltag zu bewerkstelligen, brauchen Frauen Kraft und Energie. In armen ländlichen Regionen sind sie es, die die Hauptlasten zur Versorgung ihrer Familien tragen und einen großen Teil kleinbäuerlicher Subsistenzarbeit leisten. Solche „FürsorgeArbeiten“ werden nicht entlohnt und sind zugleich überlebenswichtig für die Familien.

 „Frauen auf dem Land in Afrika und Asien“, sagt Olivier de Schutter, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Nahrung, „muss mehr Aufmerksamkeit in Strategien der Ernährungssicherung geschenkt werden!“ Sie sind „doppelt diskriminiert“: als Frau und als Kleinbäuerin. Und die Zahl der allein von Frauen geführten Haushalte steigt stetig infolge von Bürgerkriegen, HIV und AIDS und der Abwanderung vieler Männer auf der Suche nach bezahlter Arbeit. Der Weltagrarbericht spricht von einer „Feminisierung der Landwirtschaft", die tiefgreifende und weitreichende positive wie negative Auswirkungen habe. Brot für die Welt schafft unter dem Motto „Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde Ernährung“ gezielt Aufmerksamkeit für den Kampf gegen den Stillen Hunger.

Welches sind die Ursachen für Mangelernährung bei Frauen? Warum trifft diese vor allem Frauen auf dem Land, die als Kleinbäuerinnen, Hirtinnen oder Fischerinnen Nahrung produzieren und ihre Familien gut ernähren wollen? Was muss geschehen, damit Frauen – in ökonomischer, sozialer und rechtlicher Hinsicht – gestärkt werden und Gleichberechtigung erzielt werden kann?

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Quelle: Brot für die Welt

Lesen Sie gerne den ganzen Bericht über den Link unten auf dieser Seite.

   


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