AGGE Aktuell
21.04.2015

Buch-Tipp: Neuerscheinung zu Eritrea

Von der Befreiung zur Unterdrückung


   

Mit dem „National Service“ hat die Regierung in Eritrea ein System eingeführt, das von allen Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren auf unbegrenzte Zeit einen Arbeitsdienst verlangt. Diese Zwangsarbeiter_innen bauen Straßen, Staudämme oder Häuser, dienen als Lehrer, Krankenschwestern oder in der Verwaltung. Seit 1998 wurde kaum jemand aus diesem Dienst entlassen. Wer dagegen aufbegehrt, landet im Gefängnis, wo Folter an der Tagesordnung ist. Gerechtfertigt wird dies und alle anderen Menschenrechtsverletzungen, mit dem Hinweis auf die Autonomie des Staates, dessen Regierung sich nicht nur jegliche Einmischung verbittet, sondern jede Zusammenarbeit, gleich welcher Art, ablehnt.

Große Hoffnung hatten die Menschen, die sich von Äthiopien lossagten und ein unabhängiges Eritrea wollten, in die einzige freie Wahl 1993 gesetzt. Doch heute teilt sich eine korrupte Clique das Land, die alle unterjochen. Flucht ist die einzige Möglichkeit, der Unterdrückung zu entgehen. Dafür nehmen die Menschen jedes Risiko auf sich – selbst die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Mehr als 350 000 Menschen sind als UNHCR-Flüchtlinge weltweit registriert, mehr als 14 000 davon in der Bundesrepublik.

Nach monatelanger Recherche ist es dem EMW gelungen, Autorinnen und Autoren – Exil-Eritreer und Afrika-Experten – für eine Mitarbeit an diesem Buch zu gewinnen. Es ist derzeit die einzige umfassende Darstellung der Situation des Landes, die sich auf authentische Quellen stützen kann.

Der Bezug des Buches ist kostenlos. Um eine Spende zur Deckung der Druckkosten von EUR 4 wird gebeten. Bitte bestellen Sie Ihr kostenloses Besprechungsexemplar.

Eritrea – Von der Befreiung zur Unterdrückung;
Herausgeber EMW; 152 Seiten

EMW – Normannenweg 17-21 – 20537 Hamburg
Telefon: 040/25 456 148 – Fax: 040/25 456 448
service@emw-d.de

Quelle: Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW).

   


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